Humor im Roman: Lachen ist (k)ein Kinderspiel
Shownotes
In dieser Folge spreche ich darüber, Humor in Romanen authentisch und wirkungsvoll einzusetzen. Du erfährst, warum es oft schwieriger ist, Leserinnen und Leser zum Lachen zu bringen, als sie zu berühren – und wie ich selbst an humorvollen Passagen feile. Ich teile Einblicke, wie bildhafte Sprache, pointiertes Timing und das richtige Maß, Witze lebendig zu machen, ohne sie tot zu erklären. Außerdem beantworte ich eure Fragen rund ums Gendern im Roman und meine persönlichen Schreibrituale – inklusive ungewöhnlicher Sound-Tipps für konzentriertes Arbeiten. Hör einfach rein, ich freue mich auf dich!
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00:00:01: Ich kann dir jedenfalls sagen, dass ich oftmals viel länger an einer humorvollen Szene sitze und Sätze umstelle als bei einer Passage in der es ernst zu geht.
00:00:10: Dennoch ist es auch bei einer Lesung schon mal hin- und wieder passiert, dass das Publikum an völlig anderen Stellen meines Buchs geschmunzelt oder gelacht hat, als ich selbst vermutet hätte.
00:00:42: Servus und hallo, mein Name ist Friedrich Kalpenstein.
00:00:45: Ich bin Autor der Herbert-, Prost- und Salute-Reihe.
00:00:49: In diesem Podcast geht es ums Schreiben und ich erzähle dir aus meinem Leben als Autor und selbstverständlich ein bisserl darüber hinaus.
00:00:57: Am Ende beantworte ich gern wieder ein paar Fragen die mir gestellt wurden. Und an dieser Stelle erwähne ich immer wieder gerne, dass die Tipps, die ich dir in diesem Podcast gebe, meine Erfahrungen sind,
00:01:08: die ich gemacht habe – Dinge, die bei mir funktioniert oder eben nicht funktioniert haben und das kann bei dir selbstverständlich ganz anders sein!
00:01:17: Nimm also das was ich dir erzähle gern als Hilfestellung oder Anregung und
00:01:20: probiere einfach aus, was dir zusagt oder was du dir vorstellen kannst.
00:01:31: Bist du auch manchmal so verkopft, dass du nicht mehr weißt, was du eine Minute zuvor getan hast?
00:01:36: Also ich war heute früh morgens im Keller um mir für Mittag etwas aus der Gefriertruhe zu holen damit es bis dahin auftauen kann.
00:01:43: Und was soll ich dir sagen, kaum oben angekommen bin ich nochmal runter um zu kontrollieren, ob die Truhe wirklich richtig verschlossen ist und zwei Minuten später ging es dann noch mal in den Keller um zu schauen, ob ich das Licht ausgeschalten habe.
00:01:58: Das hier ist eigentlich an wie so eine Medikamentenwerbung im Vorabendprogramm, oder?
00:02:02: Sind Sie auch manchmal so
00:02:03: verkopft?!
00:02:08: So geht's mir jedenfalls ständig.
00:02:10: Zum Beispiel seit es Funkschlüssel fürs Auto gibt!
00:02:13: Wie oft drehe ich mich da am Parkplatz nochmal um und drück auf den Schlüssel dass es blinkt... Das Blöde ist natürlich, dass es auch zum Öffnen blinkt und ich gehe dann natürlich ein paar Schritte zurück und schaue ob die Außenspiegel eingeklappt sind.
00:02:28: Ebenfalls ein Indiz dafür, dass der Wagen verschlossen ist.
00:02:32: Aber eigentlich hat es im Grunde nichts mit dem Funkschlüssel zu tun, denn wie oft steige ich nochmals aus dem Wagen wenn ich aus der Garage gefahren bin, um nachzusehen ob ich die Haustür wirklich abgeschlossen habe?
00:02:43: Zugegeben, momentan ist wirklich ein bisschen viel los bei mir und ich bin mit meinen Gedanken ständig einen Schritt voraus.
00:02:50: Vielleicht sollte man Aufgaben einfach etwas bewusster angehen und fokussiert dabei sein?
00:02:55: Ich habe mal gehört, dass man bei der Haustür einfach leise zu sich selbst sagen sollte: abgeschlossen!
00:03:01: Einfach um diesen Vorgang aktiv wahrzunehmen.
00:03:04: Andererseits macht es vielleicht aber auch Sinn, sich abends vor dem Schlafengehen eine To-Do-Liste für den nächsten Tag zu erstellen.
00:03:10: Denn, wenn ich so drüber nachdenke gehe ich mehrmals am Tag alles durch was ich unbedingt noch erledigen muss damit ich das nicht vergesse.
00:03:18: Bitte, bitte sag mir dass es dir auch so geht!
00:03:21: Das wäre sehr beruhigend für mich.
00:03:23: Vielleicht hast du ja eine Lösung mit der du diese Zerstreutheit meisterst.
00:03:27: Schreibt mir gerne deinen Tipp an podcast@kalpenstein.de. Dann würde ich mir bestimmt ein paar hundert Meter am Tag sparen.
00:03:33: Andererseits komme ich so auf meine täglichen Schritte und meine Uhr ist glücklich.
00:03:39: Ja, so hat alles sein Positives!
00:03:42: So um was geht's denn heute?
00:03:44: Ich dachte mir, ich spreche über Humor im Roman.
00:03:47: Ich habe mir ein bisschen Gedanken darüber gemacht und dabei gemerkt, dass dieses Thema doch etwas komplexer ist als anfangs gedacht. Und los geht's.
00:04:01: Mit dem Humor ist das immer so eine Sache.
00:04:04: Ich möchte behaupten, dass man die breite Masse leichter zum Fürchten, Gruseln oder in Liebesfilmen zum Dahinschmelzen bringen kann als zum Lachen.
00:04:13: Und sicher hast du schon mal am eigenen Leib erfahren, dass du einen Witz weitererzählt hast, über den du dich vor lauter Lachen fast weggeschmissen hast, und Dein Gegenüber konnte darüber bestenfalls nur müde lächeln!
00:04:26: Nach bereits neunundzwanzig Romanen, die ich bisher schreiben durfte, habe ich ein bisschen ein Gespür bekommen, wie Humor funktioniert. Bilde ich mir zumindest ein.
00:04:35: All meine Romane, auch die beiden Regionalkrimi-Reihen sind mit humorvollen Passagen durchzogen.
00:04:42: Diese kommen in den meisten Fällen in den Dialogen zum Vorschein und natürlich erreiche ich nicht jede Leserin und jeden Leser damit – und das ist auch völlig in Ordnung!
00:04:50: Denn sobald ich versuchen würde an meinem Humor etwas zu verändern, damit auch dieses Publikum erreicht wird, verliere ich meinen Weg und damit meine persönliche Note, die in meinen Romanen
00:05:01: steckt.
00:05:02: Du kannst jedoch versuchen, ein paar Kniffe anzuwenden damit dennoch vieles von dem was du selbst witzig findest, auch bei den meisten deiner Leserinnen und Lesern funktioniert.
00:05:12: Das erste ist: Lass Bilder sprechen. Und zwar in den Köpfen deines Publikums.
00:05:17: Ein Beispiel. Vielleicht kennst du die Serie Modern Family.
00:05:20: Ich liebe diese Serie.
00:05:22: Es gibt dort das männliche Paar Cameron Tucker und Mitchell Pritchett.
00:05:27: Und hier ein kurzer Dialog. Cameron fängt an.
00:05:30: Ich bin sehr stolz auf meine Amateurfilme.
00:05:33: Ja, aber du übertreibst es immer.
00:05:36: Tue ich gar nicht!
00:05:37: Der erste Geburtstag deines Neffen?
00:05:40: Das ist nicht fair.
00:05:42: Du hattest eine Windmaschine dabei.
00:05:45: Aber fairerweise muss man sagen ... Cameron?! – Es war eine Windmaschine.
00:05:51: Wer baute noch Kinderbetten mit Rädern?
00:05:54: Dialog Ende.
00:05:56: Warum funktioniert dieser Gag so wunderbar?
00:05:58: Weil jeder von uns sein eigenes Bild im Kopf hat, das sich durch diesen letzten Satz bildet.
00:06:04: Wann hätte er nicht
00:06:05: funktioniert?!
00:06:06: Ich bin mir ziemlich sicher wenn der Autor ihn im Drehbuch auserzählt hätte!
00:06:11: Stell' dir vor, Mitchell
00:06:12: hätte gesagt: Cameron du hattest beim Geburtstag deines Neffen eine Windmaschine dabei. Weißt du noch, wie du sie angestellt hast, und das Kinderbett durchs Haus fuhr, weil es Räder hatte?
00:06:23: Das hört sich doch komisch an, oder?
00:06:25: Also in dem Moment wäre der Gag tot gewesen, weil er eben erklärt wurde.
00:06:30: Sicher hätten einige trotzdem gelacht, denn die Situation ist ja immer noch da.
00:06:34: Doch es ist meiner Meinung nach immer besser, wenn eure Leserinnen und Leser sich ihr eigenes Bild von der Situation machen – jeder auf seine Weise!
00:06:44: Anderes Beispiel. Meine Frau und ich hören morgens beim Frühstück Mallorca Inselradio.
00:06:49: Habe jetzt Mallorca gesagt... Das bleibt fei unter uns, gell?
00:06:54: Ich fange doch mal an.
00:06:56: Meine Frau und ich hören morgens beim Frühstück Mallorca Inselradio.
00:07:01: Ist aber auch blöd!
00:07:02: Mallorca!
00:07:04: Noch einmal. Meine Frau und ich hören morgens beim Frühstück Mallorca Inselradio.
00:07:08: ... jetzt glaube ich passt es ... Das ist für uns ein bisschen Sonne für die Ohren.
00:07:13: Es ging um das leidige Thema Fensterputzen. Und die Moderatorin sagte: Ich finde nicht, dass ich zu wenig Fenster putze.
00:07:20: Auch wenn auf meinem Glasreiniger noch "Schlecker" steht!
00:07:27: Meiner Meinung nach funktioniert der Witz weil man erst nachdenken muss, was sie eine damit sagen wollte.
00:07:33: Menschen meiner Generation kommen natürlich drauf, dass es diese Drogeriekette seit Jahren nicht mehr gibt.
00:07:38: Da kommen wir aber auch zu einem ganz anderen Thema, dass auch das Alter eine Rolle spielt, ob Humor funktioniert oder nicht.
00:07:45: Ein Zehnjähriger wird nicht wissen, was Schlecker ist.
00:07:49: Nicht so gut hätte der Witz funktioniert, wenn die Moderatorin gesagt hätte: Ich finde ja nicht, dass ich zu wenig Fenster putze, auch wenn mein Glasreiniger fünfzehn Jahre alt ist.
00:07:59: Also ... Bilder entstehen lassen und Witze nicht tot erzählen!
00:08:03: Halte dich kurz auf die Gefahr hin, dass ihn einige deiner Leserinnen und Lesern nicht verstehen.
00:08:09: Ich hatte ja anfangs darüber gesprochen, dass du sicher schon einmal einen Witz weitererzählt hast, über den du dich tot gelacht, und dein Gegenüber dich mit fragenden Blick angesehen hat.
00:08:19: Erinnere dich.
00:08:20: Bestimmt hast du das eine oder andere Mal schon einen kläglichen Versuch gestartet, die Pointe zu erklären um den Witz aufzulösen.
00:08:29: Ganz ehrlich!
00:08:30: Hast du dabei schon einmal erlebt, dass auf einmal ebenfalls herzhaft gelacht wurde?
00:08:36: Meist kommt noch nur: Ach so! Haha! Witzig!
00:08:40: Mehr war es doch nicht, oder?
00:08:42: Was ebenfalls meiner Meinung nach wichtig ist, ist das Timing und die Stelle, an die du den Gag setzt.
00:08:47: Setze die Pointe immer an den Schluss!
00:08:50: Meine Erfahrung hat gezeigt, dass dahinter nur noch ein Satzzeichen kommen darf.
00:08:55: Nehmen wir nochmal das Beispiel mit der Windmaschine und tun so, als würde diese Passage in einem Roman vorkommen.
00:09:01: Cameron sagt, wer baute noch Kinderbetten mit Rädern?
00:09:05: Jetzt kann sich das Bild im Kopf entwickeln – und der Lacher ist doch gut wie sicher!
00:09:09: Und jetzt stelle dir vor es würde Folgendes im Roman stehen: Wer baut denn noch Kinderbetten auf Rädern?
00:09:15: sagte Cameron mit einem empörten Gesichtsausdruck und drehte sie zu Mitchell.
00:09:21: Dann stand er auf und ging aus dem Wohnzimmer.
00:09:26: Vielleicht erkennst du ja den Unterschied.
00:09:28: Probier einfach aus, wenn du eine witzige Passage in deinem Roman schreibst, und horch in dich rein, wo sie für dich am besten platziert ist.
00:09:36: Versuche, dich in die Lage deiner Leserinnen und Lesern zu versetzen, die diese, für dich, witzige Stelle zum ersten Mal lesen.
00:09:44: Zu guter Letzt habe ich mich bisher – meines Wissens natürlich – immer an eine Sache gehalten.
00:09:50: Ich mache keine Witze auf Kosten anderer.
00:09:53: Ich bin mir sicher, dass es funktioniert.
00:09:54: Aber das muss natürlich auch jeder mit sich selbst ausmachen.
00:09:57: Letztens habe ich einen Comedian gehört, der sinngemäß sagte, dass anscheinend noch immer genug Strom zur Verfügung steht, wenn eine Band wie XY wieder auf Tour gehen kann.
00:10:09: Ich möchte den Namen dieser Bands an dieser Stelle natürlich nicht nennen!
00:10:15: Ich denke mir in diesen Situationen immer, dass es nicht besonders charmant ist, einfach für einen Gag andere Personen über die Klinge springen zu lassen,
00:10:21: die mit ihrem Schaffen ebenfalls versuchen, andere zu unterhalten.
00:10:24: Denk dir immer, wie es dir selbst dabei gehen würde?
00:10:28: Ich kann dir jedenfalls sagen, dass ich oftmals viel viel länger an einer humorvollen Szene sitze und Sätze umstelle, als bei einer Passage in der es ernst zu geht.
00:10:38: Dennoch ist es auch bei einer Lesung schon mal hin und wieder passiert, dass das Publikum an völlig anderen Stellen meines Buchs geschmunzelt oder gelacht hat als ich selbst vermutet hätte.
00:10:49: Und daran erkenne ich dann immer, wie vielseitig Humor von einzelnen Personen wahrgenommen wird – und ist auch gut so!
00:10:55: Sonst wäre es doch langweilig, oder?
00:10:57: Wenn wir alle über die gleichen Witze lachen würden….
00:11:00: Bleib' wie immer einfach bei dir und bringe das zu Papier, was dir selbst Spaß bereitet.
00:11:04: Dann legst du in den meisten Fällen gold
00:11:06: richtig.
00:11:07: Vielleicht magst du ja deine Erfahrungen oder einen guten Witz mit mir teilen, dafür bin ich natürlich immer zu haben.
00:11:14: Schreib mal einfach an Podcast@kalpenstein.de.
00:11:16: – Ich bin gespannt!
00:11:18: Fragen habe mich natürlich wieder erreicht.
00:11:21: Geschrieben hat mir unter anderem Antje.
00:11:24: Sie würde gerne wissen, wie ich zum Gendern in Romanen und auch persönlich stehe.
00:11:29: Liebe Antje, erstmal lieben Dank, dass du meinen Podcast hörst und dass du mir eine Frage geschickt hast….
00:11:35: Also zum Gendern in Romanen habe ich mich schon mal sehr lange mit meinem Lektor unterhalten und ich hab auch schon ein paar Seiten eines bestehenden Manuskripts gegendert.
00:11:45: In einem Bericht oder einem Nachrichtenartikel ist es sicher kein Problem und wird natürlich längst praktiziert.
00:11:51: Im Roman schaut's da ein bisschen anders aus. Oftmals stieß ich bei den Versuchen an Grenzen, die den Lesefluss nicht unerheblich beeinflusst haben, weshalb ich mich im Roman dagegen entschieden habe.
00:12:03: Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass es wunderbar in einem Roman funktioniert, der vielleicht dieses Thema behandelt.
00:12:08: Da es ja in dem Fall von großer Bedeutung mehr.
00:12:12: Hin und wieder spiele ich aber mit diesem Thema in meinen Roman damit.
00:12:15: Wenn Tischler zum Beispiel von einem Täter spricht und Fink ihm berichtigt: "Oder einer Täterin!" Dann habe ich zumindest darauf aufmerksam gemacht.
00:12:25: Privat habe ich natürlich nichts gegen das Gendern, wenn es jemand macht.
00:12:28: Doch selbst bin ich immer schon einen anderen Weg gegangen.
00:12:31: Ich hab stets, bevor dieses Thema mehr und mehr in der Öffentlichkeit diskutiert wurde, beide Geschlechter für sich allein angesprochen.
00:12:38: Wenn ich zum Beispiel auf LovelyBooks den Gewinner:innen einer Buchverlosung gratuliere, beginne ich immer mit: Liebe Gewinnerinnen und Gewinner.
00:12:46: Das hat den einfachen Grund, dass ich's einfach schöner finde, Damen für sich alleine anzusprechen.
00:12:52: Ich finde es einfach ein bisschen schade, wenn Frauen nur Doppelpunkt und innen sind.
00:12:57: Oder außen!
00:13:00: Das sind wir schon wieder beim Humor, aber der hat ja einen riesenlangen Bart oder?
00:13:07: Lachen musste ich allerdings, als ich neulich aus Versehen natürlich in der Mediathek
00:13:12: ein bisserl in "Kampf der Reality-Stars" war es glaube ich hineingeschaut habe und eine Teilnehmerin, die sich sehr lautstark über diese Themen geäußert hatte im Interview saß.
00:13:22: Und da sagte sie dann die Teilnehmer:innen und Teilnehmer.
00:13:26: Da musste ich wirklich schmunzeln, also man kann auch falsch gendern und war eigentlich schon wieder irgendwie Humor.
00:13:35: Dann hat mich noch Thorsten gefragt ob ich beim Schreiben Musik höre.
00:13:39: Servus Thorsten!
00:13:40: Vielen Dank für deine Frage.
00:13:41: Ich finde es wirklich wahnsinnig nett und es ehrt mich natürlich auch ein bisschen, über was ihr euch Gedanken macht.
00:13:47: Um deine Frage zu beantworten, ja ich höre immer Musik beim Schreiben.
00:13:51: Jedoch wechselt diese je nachdem, was ich gerade schreibe.
00:13:55: Ich habe zum Beispiel eine Playlist mit italienischer Musik wenn ich die Salute-Reihe schreibe.
00:14:00: Die läuft allerdings hauptsächlich zum Eingrooven.
00:14:02: Ich tue mir da ein bisschen schwer beim Schreiben, wenn Musik im Hintergrund läuft, die Text hat.
00:14:07: Das lenkt mich dann einfach zu sehr ab.
00:14:09: Deshalb hab' ich sehr viele Playlists mit Instrumentalmusik und die wechselt natürlich ständig und nach Stimmungslage.
00:14:17: Und da ich mit einem Synthesizer aufgewachsen bin, liebe diese Art von Musik natürlich.
00:14:22: Derzeit höre ich viel von Madis – ich weiß nicht ob du sie schon mal gehört hast!
00:14:26: Richtig tolle Musik und Schiller höre auch oft oder typische Musik wenn man sie aus einem Wellnessbereich kennt.
00:14:34: Ich nenne sie liebevoll Plinckiplancki-Musik.
00:14:37: Ansonsten geht aber ruhige Lounge-Musik und darf dann auch ein bisschen gesungen werden.
00:14:42: Jetzt wirst du vielleicht lachen, ich habe auch eine Playlist mit Meeresrauschen und dem Sound eines Dunstabzugs.
00:14:50: Ja, du hast richtig gehört!
00:14:51: Eines Dunstabzugs.
00:14:53: Ich kann es dir jedoch wirklich sehr empfehlen, diese Klänge einmal selbst auszuprobieren, wenn du dich sehr intensiv konzentrieren musst.
00:15:01: Du wirst staunen, wie gut du Autotüren in deiner Straße, Verkehr oder sonstige Umweltgeräusche damit eliminieren kannst.
00:15:08: Also für mich klappt das wunderbar.
00:15:12: Ich könnte manchmal einfach gar nicht mehr ohne.
00:15:13: Also so ein Dunstabzug, ein Traum!
00:15:19: Meeresrauschen läuft in meiner Schreibwerkstatt zum Beispiel wenn ich an einem Plot sitze... Wenn ich über ein paar Stunden hinweg tief in der Struktur eines bevorstehenden Romans stecke und versuche, die verschiedenen Szenen so anzuordnen, dass sie perfekt verteilt sind.
00:15:33: Meeresrauschen eignet sich übrigens auch wunderbar zum Einschlafen, wenn du einfach nicht abschalten kannst.
00:15:40: Eingeschlafen beim Plotten bin ich allerdings noch nie. So! Und weitere Fragen gibt's in der nächsten Folge, wenn es wieder heißt: Kalpiccino - einfach Quatschen.
00:15:50: Das hat jetzt wieder richtig Spaß gemacht mit dir!
00:15:52: Und ich hoffe natürlich wie in jeder Folge, dass ich dich auch diesmal wieder deinem Ziel, ein Buch zu schreiben, ein bisschen näher bringen oder dich zumindest unterhalten konnte.
00:16:02: Hört auch gern wieder bei meiner nächsten Folge vorbei – ich würde mich freuen.
00:16:06: Wenn du magst, dann abonniere einfach meinen Podcast, damit du nichts verpasst.
00:16:10: Servus und bis bald.
00:16:12: Seid's gut zueinander, denn wenn es wir nicht sind, wer dann? Euer Friedrich!
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