Von Einzelromanen und Serienfieber
Shownotes
In dieser Folge nehme ich dich mit hinter die Kulissen meines Autorenlebens und spreche darüber, was mich an Einzelromanen und Serien gleichermaßen fasziniert. Du erfährst, wie ich meine ersten Schreibversuche gemacht habe, wie ich spontan zur Serie gewechselt bin und was der besondere Reiz an abgeschlossenen Geschichten ist. Außerdem teile ich meine Gedanken darüber, wann eine Reihe an ihre Grenzen stößt und wie ich meine Figuren über viele Bände hinweg lebendig halte. Am Ende beantworte ich Fragen zum Self-Publishing, Lektorat und den Stolpersteinen auf dem Weg zur Veröffentlichung. Wenn du dich fragst, wie viel Herzblut, Planung und Freiheit im Schreiben steckt, bist du hier genau richtig.
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00:00:11: So, jetzt können wir anfangen.
00:00:35: Servus und hallo!
00:00:36: Mein Name ist Friedrich Kalpenstein.
00:00:38: Ich bin Autor der Herbert-, Prost- und Salute-Reihe.
00:00:43: In diesem Podcast geht's um Schreiben und ich erzähle dir aus meinem Leben als Autor und selbstverständlich ein bisschen drüber hinaus.
00:00:50: Am Ende beantworte ich dann gerne wieder ein paar Fragen, die mir gestellt wurden. Und an dieser Stelle erwähne ich natürlich wie immer sehr gerne, dass die Tipps, die in diesem Podcast gebe, meine Erfahrungen sind,
00:01:03: die ich gemacht habe – Dinge, die bei mir funktioniert oder eben nicht funktioniert haben!
00:01:08: Das kann bei dir selbstverständlich ganz anders sein.
00:01:11: Nimm also das was sich dir erzähle gerne als Hilfestellung oder Anregung und probiere einfach aus was dir zusagt oder was du dir vorstellen kannst. Sag' mal, ist ja auch schon aufgefallen, dass das Wort "tatsächlich" seit einiger Zeit extrem oft zu hören ist?
00:01:32: Vor längerer Zeit war es das Wort "okay", wenn sich zwei unterhalten haben. Der eine erzählt und der andere kommentiert
00:01:39: alle paar Sekunden: Okay, okay, okay.
00:01:43: Also das war, als würde diese Person der anderen damit zeigen wollen:
00:01:46: Ja, ich höre immer noch zu. Jetzt immer noch. Und jetzt immer noch.
00:01:53: "Okay" ist in dieser Verbindung fast wieder verschwunden und "tatsächlich" erfreut sich seit dem großer Beliebtheit.
00:02:00: Heute Morgen war ich auf meinem Crosstrainer, dabei schaue ich nebenbei immer irgendwas an.
00:02:06: Und heute war es eine Kochsendung, die in der Mediathek gewählt habe.
00:02:10: Du weißt schon, in der sich fremde Menschen daheim gegenseitig besuchen und sich bekochen.
00:02:15: Am Ende gewinnt jemand und die vier anderen sind traurig!
00:02:20: Allerdings gewinnt fast nie die Person, die montags kocht. Ist dir das schon mal aufgefallen?
00:02:24: Weil die anderen vier noch sehr verhalten sind und eigentlich fast nie gleich zehn Punkte rausrücken.
00:02:33: Ich persönlich finde ja, dass die Person die montags kocht, schon mal pauschal wenigstens fünfhundert Euro bekommen sollte.
00:02:41: Wird man eigentlich gefragt oder wird das ausgelost?
00:02:44: Keine Ahnung. Ich glaube,
00:02:46: wenn es mich treffen würde, montags zu kochen, dann würde ich sagen: Das ist ganz schlecht.
00:02:52: Ich habe da am Vormittag noch eine Aufsichtsratssitzung oder ich würde sagen, Montag?
00:02:58: Das geht nicht!
00:02:59: Weil ich hab doch im Hauptgang Fisch und den kann ich ja erst am Dienstag holen.
00:03:07: Aber ich schweife ja schon wieder komplett ab.
00:03:09: Wo waren wir?
00:03:10: Ja genau beim "tatsächlich".
00:03:13: Der Gastgeber in dieser Folge wurde nach seinem Beruf gefragt und er sagte: Ich bin tatsächlich Versicherungskaufmann.
00:03:20: Und dann wurde er gefragt, wer ihn angemeldet hat und er antwortete: Tatsächlich meine Frau.
00:03:25: Später beim Kochen ging das dann im Minutentakt so weiter.
00:03:28: Bitte verstehe mich nicht falsch!
00:03:30: Ich mache mir da nicht lustig drüber... Ich finde es wirklich total interessant.
00:03:34: Das fällt mir neuerdings auch in anderen Sendungen oder zum Teil auch in Talkshows auf.
00:03:38: Ich kenne sie ja auch von mir, dass sich hin und wieder ein Wort einschleicht, dann für längere Zeit bleibt und wieder weg ist.
00:03:46: Aber, woher kommt dieses Phänomen?
00:03:49: Hätte man jetzt zum Beispiel diesen Mann gefragt: Sag mal, was arbeitest du eigentlich?
00:03:53: Stopp!
00:03:54: Warte, nix sagen!
00:03:55: Ich könnte mir vorstellen, dass du bei einer Versicherung arbeitest. Und er antwortet: Ich bin tatsächlich Versicherungskaufmann.
00:04:04: Dann ist das stimmig, und macht Sinn.
00:04:07: Dieses häufig angewandte "tatsächlich" wird jedoch völlig falsch eingesetzt.
00:04:12: Das muss doch irgendjemand ins Leben rufen und andere machen es.
00:04:15: nach. Verbreitet es sich dann rasant und hört sich wiederum für andere richtig an, weil's plötzlich so häufig vorkommt?
00:04:23: Du siehst oder hörst:
00:04:25: Ich hab Fragen!
00:04:26: Also falls du eine Idee hast oder weißt wie so etwas zustande kommt, dann schreibe es mir doch bitte "tatsächlich" an podcast@kalpenstein.de.
00:04:36: Das würde mich wahnsinnig freuen.
00:04:38: Ich werde es dann "tatsächlich" mit den Hörerinnen und Hörern teilen. Und an dieser Stelle klingelt´s mir gerade in den Ohren.
00:04:46: Wenn das nämlich gerade mein Lektorat und Korrektorat hört, dann würden die sagen: Ja, was wir bei dem Kalpi an Wortwiederholungen ausmerzen müssen...
00:04:57: also so viele Synonyme gibt es ja überhaupt nicht!
00:05:06: Gestern Abend habe ich mich mit einem früheren Arbeitskollegen getroffen.
00:05:10: Wir haben uns seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und es war wieder einmal richtig klasse.
00:05:14: Dann sprachen wir über alte Zeiten und irgendwann sind wir natürlich bei unseren Berufen und somit auch beim Autorenleben gelandet.
00:05:22: Er kennt meine Bücher und hat mich im Lauf des Abends dann irgendwann gefragt was ich denn lieber schreibe.
00:05:29: Einzelne abgeschlossene Romane oder Serien wie zum Beispiel die Prost-Reihe.
00:05:34: Und da dachte ich mir das wäre doch ein Thema über das wir sprechen können!
00:05:40: Da ich sowohl ein paar Einzelromane als auch Serien geschrieben habe und immer noch schreibe, kann ich dir sagen, beides hat seinen Reiz.
00:05:49: Beginn wir mit dem Einzelromanen. Was ja kaum jemand weiß,
00:05:52: mein Debüt "Ich bin Single, Kalimera" war damals als Einzel-Roman geplant.
00:05:58: Ich hatte mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, wohin die Reise denn dann auch mit mir gehen soll und einfach drauf los geschrieben ohne Plot nur mit einem sehr mageren Figurenkatalog.
00:06:10: Und plötzlich flogen die Seiten nur so dahin und ich habe dann immer mehr Spaß am Schreiben entwickelt.
00:06:17: Klar, ich wusste grob wie die Geschichte ausgehen soll – das hab' ich vorab flüchtig skizziert.
00:06:24: Etwa nach der Hälfte des Manuskripts hatte ich aber Blut geleckt.
00:06:28: Ich wusste zu diesem Zeitpunkt bereits dass ich nach diesem ersten Buch unbedingt weiterschreiben wollte und dass das meine Passion ist!
00:06:36: Noch während ich am ersten Roman saß, habe ich mir dann nebenbei schon Gedanken gemacht, was ich denn als nächstes schreiben könnte.
00:06:44: Auch an einen Krimi hatte ich damals gedacht – doch ich hatte so großen Spaß mit Herbert und seinen Eigenheiten, dass plötzlich die Idee geboren war, sein Leben weiter zu erzählen.
00:06:55: Und es war der Moment, in dem ich gefordert war, den Schluss so zu schreiben, dass der Roman eigenständig bleiben kann, ich jedoch später wunderbar anknüpfen konnte.
00:07:06: Ich hatte also einen Einzelroman geplant und bin sofort in Serie gegangen.
00:07:11: Von da an habe ich es bis heute so gehalten, mir beim Schreiben ein klares Ziel zu setzen, auf das ich hinarbeite, jedoch der Eigendynamik die während des Schreibprozesses entstehen kann auch genügend Raum zu geben.
00:07:24: Danach kamen zwei weitere Bände der Herbert-Reihe und ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass sich zu meinem Verlag sagte, ich würde gerne mal zwischendurch etwas ganz anderes schreiben. Und das hatte damals auch den Grund, weil ich ein bisschen skeptisch war, ob das mit dem Herbert noch ein viertes Mal funktionieren kann.
00:07:43: Ich habe dann den Roman "Das Leben ist kein Zweizeiler" geschrieben und hatte sehr viel Spaß dabei.
00:07:48: Nach drei Teilen einer Serie fand ich es wahnsinnig erfrischend, eine ganze Story in einen einzigen Roman zu packen.
00:07:56: Ich musste mir keine Gedanken darüber machen, in welcher Geschwindigkeit ich Nebenstränge erzähle, um sie in den nächsten Bänden zu übernehmen.
00:08:03: Auch war die Anzahl der Protagonisten überschaubar und ich konnte der Hauptperson einen völlig anderen Charakter geben als meinem Herbert.
00:08:13: Aus heutiger Sicht ist für mich genau das der Reiz an einem abgeschlossenen Roman.
00:08:18: Du kannst jedes Mal eine völlig neue Hauptperson für deine Geschichte kreieren und einen neuen Welt bauen, weshalb ich auch noch ein beziehungsweise zwei Jahre später weitere Einzelromane neben der Herbert-Reihe geschrieben habe.
00:08:35: Mein früherer Arbeitskollege hat mir dann auch die Frage gestellt, ob ich nicht Angst hätte, dass sich eine Reihe eventuell totläuft. Und diese Frage ist äußerst berechtigt, denn diese Gefahr besteht und es erfordert etwas Fingerspitzengefühl, damit das nicht so weit kommt.
00:08:51: Aus diesem Grund ist es dann natürlich auch sehr wichtig, dass man eine Reihe gut im Auge behält.
00:08:58: Rezensionen und die Verkaufszahlen sind hier die beiden Indizien, die mir und meinem Verlag ganz genau sagen, ob sich meine Leserinnen und Leser in meiner Serie noch wohlfühlen.
00:09:10: Ebenso wichtig ist es, dass auch ich mich beim Schreiben wohlfühle.
00:09:14: Vor jedem neuen Teil einer Serie hinterfrage ich ganz genau, ob die Story, die ich mir ausgedacht habe stark genug ist und sich meine Protagonisten weiterentwickeln.
00:09:24: Und wenn das für mich dann gegeben ist, ist auch gewährleistet, dass ich Spaß beim Schreiben habe!
00:09:30: Es bleibt nicht aus, dass ich irgendwann manche Leserinnen und Leser mit Band sechs oder zehn nicht mehr erreiche.
00:09:36: Denn auch das Publikum hat unterschiedliche Ansprüche.
00:09:39: Oftmals ist vielleicht die Schippe nicht groß genug, die man auf den nächsten Band draufgepackt hat.
00:09:45: Andere wiederum wollen sich vielleicht nicht über einen längeren Zeitraum an eine Serie binden.
00:09:50: Es gibt jedoch viele LeserInnen und Leser, die sich richtig wohlfüllen – und die Protagonisten, die sie schon länger begleiten in ihr Herz geschlossen haben!
00:09:59: Ja, und ich persönlich habe natürlich mein Herz an meine Serien verloren.
00:10:03: Ich lieb's,
00:10:04: meine Protagonisten über viele Bände hinweg weiterzuentwickeln – ich hab mit jedem Band einen neuen Mordfall und dennoch meine liebgewonnenen Figuren die sich seit dem ersten Buch einer Reihe aneinanderreiben, vielleicht vom Guten ins Böse wechseln, mal lauter, mal leiser werden und dennoch das gesamte Ensemble bereichern.
00:10:26: Doch auch ohne Mordfall war es im vergangenen Jahr eine wahre Freude, wieder mit Herbert und Hans etwas Zeit zu verbringen.
00:10:33: Das fühlte sich nach der längeren Pause wie Nachhause kommen an.
00:10:41: Ui!
00:10:41: Da muss ich dir noch was erzählen.
00:10:43: 2019 war ich Teil des tollen Projekts Hearts on Fire.
00:10:48: Johanna Danninger, Frida Lamberti, Greta Milán, Emily Boldt und ich haben gemeinsam eine fünfteilige Serie über eine Münchner Feuerwache geschrieben.
00:10:58: Das Setting, also die Wache, war immer gleich und auch alle Protagonisten, die darin vorkamen.
00:11:05: Doch in jedem der fünf Teile gab es eine Hauptperson um die sich die jeweilige Geschichte drehte.
00:11:11: In meinem Fall war es die einzige Feuerwehrfrau der Münchner Feuerwache mit dem wunderschönen Namen Marie!
00:11:17: Dieses Projekt war für mich und sicher auch für meine Autorenkolleginnen eine große Herausforderung.
00:11:24: Da die gesamte Reihe in ein- und derselben Feuerwache spielt, mussten wir natürlich aufeinander Rücksicht nehmen und uns abstimmen!
00:11:31: Das fing damit an wie die Feuerwuche aussieht – da war eine umfangreiche WritersBible unerlässlich und natürlich musste darauf Rücksicht genommen werden, dass die Hauptprotagonisten der jeweils anderen so dargestellt werden, wie sie im jeweiligen Band vorkommen.
00:11:47: Das war für mich allein gesehen die größte Herausforderung.
00:11:50: Dadurch konnte ich nicht einfach drauflos schreiben, sondern musste mich immer wieder orientieren, ob ich mit meinen Zeilen auch noch das Setting der anderen treffe.
00:11:58: Ein großer Vorteil dabei war, dass ich mich voll und ganz auf meine Protagonistin konzentrieren konnte.
00:12:05: Ich bin jedenfalls sehr froh, Teil dieses Projekts gewesen zu sein und es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, mit vier bezaubernden Kolleginnen gemeinsam diese Reihe zu erschaffen.
00:12:16: Noch mehr Spaß glaube ich bereitete uns die gemeinsame Lesung daraufhin in München, bei der wir der Reihe nach aus unseren Bänden vorgelesen haben.
00:12:24: Grüße gehen raus an Johanna, Frieda, Greta und Emily.
00:12:29: Diese Reihe, glaube ich, verbindet uns auch wenn wir uns nur selten sehen.
00:12:37: Du siehst an diesem Beispiel, dass du auch mit anderen Autorinnen und Autoren gemeinsam eine Welt erschaffen kannst.
00:12:43: Doch egal ob ich einzelne Romane oder eine Reihe schreibe – wichtig ist für mich immer, dass ich Spaß dabei habe!
00:12:50: Wenn der nicht gegeben ist bin ich mir sicher, dass dies zwischen den Zeilen zu lesen ist.
00:12:55: Ich kann sagen, dass ich ein Serienschreiber bin.
00:12:58: Ich hab die Möglichkeit, mich so richtig auszutoben und kann immer tiefer in meinen Mikrokosmos eintauchen.
00:13:05: Dass mich meine Protagonisten in meinen Gedanken den ganzen Tag begleiten, ist ein schöner Nebeneffekt.
00:13:11: Immerhin verbringe ich mit denen schon so viele Jahre.
00:13:14: Sollte ich mich allerdings irgendwann mal ins Auto setzen mit dem Ziel, zum Mittagessen nach Brunngries ins Wirtshaus Krause zu fahren ...
00:13:22: dann sollte ich mir vielleicht ein paar Gedanken machen!
00:13:29: Wenn's zu diesem oder anderen Themen Fragen oder Anmerkungen gibt, dann scheu dich bitte nicht und schreibe mir unter podcast@kalpenstein.de.
00:13:37: Ich würde mich freuen. Und natürlich haben mich wieder ein paar Fragen erreicht.
00:13:42: Diesmal von Fabee.
00:13:45: Was kannst du mir in Sachen Self-Publishing mit auf den Weg geben?
00:13:48: Muss ich etwas unbedingt beachten, denn Preis niedrig halten?
00:13:52: Soll ich einen Lektor beauftragen?
00:13:55: Erst mal finde ich es toll, dass du deinen Roman auf eigene Faust veröffentlicht. Denn für Self-Publishing gibt es drei gute Gründe.
00:14:03: Grund eins, du möchtest komplett unabhängig sein und dein eigenes Ding von Anfang bis Ende durchziehen?
00:14:09: Dann ist das ein toller Weg!
00:14:11: Grund Nummer zwei – Du bist derzeit auf Verlagssuche, möchtet aber nicht darauf warten, bis du Gehör findest, dann veröffentliche dein Werk und sag der Welt: Servus hier bin ich.
00:14:23: Und Grund Nummer drei, dein Roman ist sichtbar und du kannst Agenturen oder Verlage auf dich aufmerksam machen.
00:14:30: Sie wissen jetzt dass es dich gibt,
00:14:33: sehen die Rezensionen für deinen Roman und deine Platzierung.
00:14:37: Mit etwas Glück kommen sie auf dich zu.
00:14:42: Was dem Preis angeht, da ist es schwierig, einen Tipp zu geben.
00:14:46: Ich an deiner Stelle würde einfach Ausschau halten nach anderen Autorinnen und Autoren die ebenfalls gerade erst veröffentlicht haben und mir ansehen, was die so aufrufen.
00:14:54: Vielleicht findest du den goldenen Mittelweg?
00:14:56: Du solltest dich jedoch nicht unter Wert verkaufen.
00:14:59: Ein sehr niedriger Preis kann auch den Wert deiner Arbeit nach außen schmälern.
00:15:05: Ein hoher Preis wiederum kann dazu führen dass deine Leserinnen und Leser ausbleiben, besonders wenn du gerade erst gestartet bist.
00:15:12: Wie gesagt, sucht einfach die goldene Mitte und vielleicht startest du nach zwei Monaten eine kleine Aktion,
00:15:18: und bietest deinen Roman für ein paar Tage etwas günstiger an!
00:15:22: Ich habe damals meinen ersten Roman ein paar Wochen nach der Veröffentlichung für ein Paar Tage kostenlos angeboten, was ich im Nachhinein als gar nicht so schlecht erwiesen hat... ...als diese Aktion beendet war.
00:15:34: Ich wurde dadurch sichtbar was sich dann auch auf die ersten Käufe ausgewirkt hat.
00:15:39: Da spielt jedoch auch der Faktor Glück eine große Rolle, und wie viele Bücher gerade auf den Markt kommen.
00:15:44: Ob Buchmesse ist, Fußballweltmeisterschaft
00:15:47: usw.,
00:15:48: all das kann deinen Verkauf beeinflussen.
00:15:52: Zum Thema Lektorat habe ich eine ganz klare Meinung – unbedingt!
00:15:56: Ein Korrektorat ist jedenfalls schon mal unerlässlich.
00:15:59: Die Autokorrektur deines Schreibprogramms hat auch seine Grenzen und ich habe sehr häufig bei Newcomer in Rezensionen gelesen, dass ein Roman aufgrund der Fehler abgebrochen wurde.
00:16:10: Es wäre also sehr schade, wenn du eine richtig tolle Story geschrieben hast und die Fehler den Lesespaß mindern.
00:16:17: Dennoch werden sich immer ein paar kleine Fehler in einen Manuskript einschleichen – das ist bei mir nicht anders, obwohl professionelle Blicke darauf geworfen werden!
00:16:25: Es ist nur menschlich und klar, dass man bei etwa achtzig oder hunderttausend Wörter pro Roman schon mal zwei drei Stellen übersehen kann. Doch du kannst die Anzahl extrem stark minimieren.
00:16:40: Ein Lektorat ist Königsklasse, wird jedoch deinen Roman in eine ganz andere Ebene heben.
00:16:46: Sei es der Lesefluss, die Geschwindigkeit deiner Story, Logikfehler oder Spannungsaufbau – du kannst nur gewinnen!
00:16:54: Vielleicht findest Du ja ein Lektorat, mit dem Du Dich auf die Intensität einigen kannst.
00:16:58: Oftmals ist es schon ausreichend an der einen oder anderen Stelle etwas zu schrauben, bevor man komplett in die Tiefe geht.
00:17:06: Menschen, die im Korrektorat oder Lektorat arbeiten sind Profis und schauen mit einem ganz anderen Blick auf dein Werk als du selbst oder Freunde und Bekannte dies tun.
00:17:16: Eine Alternative zum Lektorat sind Manuskriptgutachten.
00:17:19: Einige Lektorate bieten sie an. Erkundige dich einfach, aber entscheiden musst Du, ob es dir möglich ist, diese Expertise anzunehmen.
00:17:28: Ganz viel Erfolg auf diesem Weg.
00:17:30: ich wünsche dir, dass du viele viele Leserinnen und Leser mit deinem Roman erreichst.
00:17:38: So, das hat jetzt wieder richtig Spaß gemacht, mit dir ein bisschen zu quatschen und ich hoffe wie in jeder Folge, dass ich dich auch diesmal wieder deinem Ziel, einen Buch zu schreiben etwas näher bringen oder dich zumindest unterhalten konnte.
00:17:51: Hör doch gern wieder bei meiner nächsten Folge vorbei.
00:17:54: Ich würde mich freuen!
00:17:55: Und wenn du magst, dann abonniere einfach meinen Podcast damit du nichts verpasst.
00:18:00: Servus und bis bald, sei es gut zueinander denn, wenn's wir nicht sind, wer
00:18:05: dann? Euer Friedrich.
00:18:09: Mittwoch ist Kalpiccino-Tag.
00:18:12: Alle zwei Wochen frisch aufgebrüht von Friedrich Kalpenstein.
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