Internet-Trolle - Lass sie vorüberziehen
Shownotes
In dieser Folge spreche ich offen darüber, wie man im Netz mit negativen Kommentaren und Hatern umgehen kann, ohne die Freude an seiner eigenen Passion zu verlieren. Ich teile meine eigenen Erfahrungen, gebe Einblicke in meinen Alltag und zeige, warum es so wichtig ist, bei sich selbst zu bleiben. Du erfährst, weshalb es oft besser ist, destruktive Kritik einfach vorbeiziehen zu lassen, statt ihr Raum zu geben.
Natürlich beantworte ich auch wieder eine Hörerfrage und nehme dich mit auf einen kleinen Ausflug zur Wiesn – inklusive persönlicher Anekdoten und einem Blick auf die schönen wie auch herausfordernden Seiten des Autorenlebens. Lass dich inspirieren und finde deinen eigenen Weg, mit Kritik umzugehen!
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00:00:01: Also bleib bei dir, verliere die Freude nicht an dem was du tust und verlier dein Ziel nicht aus den Augen.
00:00:07: Ganz egal ob du schreibst oder Rennen mit dem Mountainbike fährst oder du zum Pinsel greifst und deine Kreativität auf eine Leinwand zauberst. Bilder von Pablo Picasso das sind auch das beste Beispiel dafür oder?
00:00:21: Einer der bedeutendsten Künstler. Auch wenn die Augen bei manchen Portraits nicht so unbedingt auf einer Linie sind.
00:00:52: Servus und hallo, mein Name ist Friedrich Kalpenstein.
00:00:55: Ich bin Autor der Herbert-, Prost- und Salute-Reihe.
00:00:59: In diesem Podcast geht es um Schreiben und ich erzähle dir voller Freude aus meinem Leben als Autor und selbstverständlich ein bisschen darüber hinaus!
00:01:08: Und an dieser Stelle erwähne ich immer wieder gern, dass die Tipps, die ich in diesem Podcast gebe – meine Erfahrungen sind,
00:01:14: die ich gemacht habe!
00:01:16: Dinge, die bei mir funktioniert oder eben nicht funktionieren haben.
00:01:19: Das kann bei dir selbstverständlich ganz anders sein.
00:01:23: Nimm also das was ich dir hier erzähle gerne als Hilfestellung oder Anregung und probiere einfach aus, was dir zusagt oder was du dir vorstellen kannst.
00:01:38: Ich sag's euch, heute Morgen war ich schon spazieren und es war herrlich.
00:01:42: Zugegeben ein bisschen frisch, aber dagegen hilft ja eine etwas wärmende Jacke und wie so oft habe ich eine viel zu warme gewählt.
00:01:51: Sie war wunderbar als ich aus dem Auto gestiegen bin.
00:01:53: Ich dachte mir nämlich neun Grad da darfst dann schon etwas wärmer für den Autor sein.
00:01:59: Und was soll ich sagen?
00:02:00: Nach fünfhundert Meter hab' ich schon den Reißverschluss geöffnet und meine dünnen Handschuhe weggepackt.
00:02:06: Ja, den Fehler mache ich sehr oft,
00:02:08: dass ich viel zu warm angezogen bin wenn ich nach draußen gehe.
00:02:12: Dabei laufe ich oftmals sogar im Winter hier in meiner Schreibwerkstatt in kurzen Hosen rum weil es mir eigentlich normalerweise immer zu warm ist.
00:02:18: Aber ein Blick auf die Temperaturanzeige meiner Uhr reicht dann schon, dass sich mich einpacke, als würde ich durch die Antarktis wandern.
00:02:26: Aber es war dennoch wieder einmal wunderschön draußen und das wird für mich immer wichtiger, wenn ich weiß, dass sich den Rest des Tages am Schreibtisch sitze.
00:02:35: Noch vor ein paar Jahren hätte ich drei Tage am Stück durchschreiben können ohne mich groß zu bewegen aber mei, mit dem alter, gell! Ja mei!
00:02:42: Da zwickt und
00:02:43: zwackt es dann doch hin und wieder wenn man ein bisschen einrostet.
00:02:48: Die frische Luft die Bewegung die Ruhe die ich heute wieder einmal genießen durfte begleiten mich auch den ganzen Tag und es ist dann wurscht, wenn draußen die Sonne scheint und ich am Schreibtisch sitze.
00:03:00: Hauptsache, ich war einmal am Tag draußen und natürlich war meine Kamera mit dabei und ich bekam ein paar schöne Motive vor der Linse.
00:03:08: Ja da geht mir das Herz auf!
00:03:11: Ich starte richtig gut und motiviert in den Tag.
00:03:16: Aber lachen muss ich dann schon auch, als mir ein Jogger in kurzen Hosen entgegen gekommen ist und ich meine Jacke mittlerweile schon auf dem Arm hatte.
00:03:24: Der macht ja auch Sport!
00:03:25: Der heizt er auf einer ganz anderen Ebene als der Kalpenstein, der nur so durch Freising spaziert. Aber komischerweise hatte der im Gegensatz zu mir eine Mütze auf.
00:03:34: Also vermutlich waren wir heute morgen beide etwas unsicher bei der Kleiderwahl, als wir aus dem Fenster geschaut haben.
00:03:45: Heute greife ich nochmal ein Thema auf, über das es in der Folge elf... glaube ich war es, ja doch ... Folge elf, als es da darum ging und ich würde dazu noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen.
00:03:58: In der Folge ging es um Rezensionen und zu diesem Thema habe ich einige Zuschriften bekommen von Jungautorinnen und -autoren, die entweder kurz vor einem Release ihres ersten Werks stehen oder bereits mit ein paar negativen Kommentaren zu kämpfen hatten.
00:04:18: Um es vorweg zu nehmen, ich bin absolut und völlig bei euch.
00:04:23: Und ich kann es sehr gut nachvollziehen und natürlich auch verstehen, dass dieses Thema sehr beschäftigt, teilweise schlaflose Nächte bereitet und natürlich entweder Existenzängste hervorrufen kann, wenn man vom Schreiben lebt, und wenn Autorinnen und Autoren am Anfang ihrer Karriere stehen, dann kann der Traum diesen Beruf hauptberuflich ausüben zu dürfen durch solche negativen Beeinflussungen schon auch mal ins Wanken geraten.
00:04:49: Wer sich schon wie ich ein paar Jahre in diesem Beruf ausleben darf, der wird mir sicher recht geben dass wir alle schon diese Momente hatten die sehr kräftig sehren sein können.
00:05:00: Und genauso wissen wir aber nach all den Jahren auch das immer Licht am Ende des Tunnels ist und einen Tag später die Welt schon wieder ganz anders ausschaut!
00:05:10: Wie aber geht man denn nun um mit negativen Kommentaren und auch Hatern,
00:05:15: die plötzlich wie aus dem Nichts auftauchen können.
00:05:18: Ich habe nicht ohne Grund dieses Thema nochmals aufgegriffen, weil ich in den letzten Monaten einige Beiträge auf Instagram und Co gesehen hab – besonders auch von Jungautor:innen, die explizit auf negative Kommentare eingehen und diese auch als Bildschirmabgriff zeigen!
00:05:39: Jetzt kann ich natürlich verstehen und nachvollziehen, dass man mit hoher Geschwindigkeit seine Runden auf der Achterbahn der Gefühle dreht ..., mei Autor halt ja Wahnsinn ..., und die Emotionen mit einem dann auch durchgehen können.
00:05:56: Das ist mir auch schon so gegangen, ganz klar wie ich in der besagten Folge bereits erzählt habe.
00:06:02: Und ich will an dieser Stelle nicht mit erhobernem Zeigefinger dieses Luftmachen anprangen.
00:06:12: Ich denke, so kann man es am besten beschreiben.
00:06:16: Jeder Mensch reagiert und funktioniert nun einmal anders.
00:06:19: Und vielleicht tut es dem einen oder anderen dann auch gut, wenn er diesem Gegenwind die Stirn bietet und sich öffentlich Luft macht?
00:06:27: Denn unter diesen Beiträgen ist da natürlich wiederum auch sehr viel Zuspruch zu lesen von denjenigen, die der Autorin oder dem Autor wohlgesonnen sind – das kann dann natürlich auch gut tun, schmeichelt sehr und es kehrt vielleicht auch wieder etwas Frieden in einem selbst ein!
00:06:46: Die Frage, die ich jedoch dann stellen möchte ist folgende.
00:06:49: Schenkt man dadurch eben diesen – ich nenne sie einfach mal Störenfrieden – schenkt man denen dann auch sehr viel Aufmerksamkeit und der Plan dieser Menschen geht damit ziemlich gut auf?
00:07:12: ... gut unterhalten wurde oder die Protagonisten etwas Blass im Roman rüberkamen.
00:07:17: Die Rede ist vielmehr von den ganz klaren Vernichtungskommentaren.
00:07:22: Sollte man wirklich darauf eingehen?
00:07:24: Denn die Frage stellt sich ja, welches Ziel damit verfolgt wird – vermutlich wird es in den meisten Fällen dieser harten Kommentare darum gehen, jemanden zu beleidigen oder einfach auch nur zu verletzen!
00:07:37: Ein Beispiel. Nehmen wir einmal an, in einem Kommentar steht: Der schlechteste Roman, den ich bisher gelesen habe.
00:07:44: Ich hab noch nie ein Buch abgebrochen aber dieser Schreibstil ist einfach unterirdisch.
00:07:50: Die Autorin oder der Autor sollte es lieber bleiben lassen und so weiter und sofort.
00:07:56: Mögliche Reaktion auf Social Media wie ich es schon oft und in letzter Zeit eben vermehrt gesehen habe, wäre
00:08:02: dann zum Beispiel: Schaut euch diesen Kommentar an.
00:08:05: Was ist bloß los da draußen?
00:08:07: Hättest du das Buch zu Ende gelesen, dann hättest du vielleicht die Geschichte verstanden.
00:08:12: Wie wäre es, wenn du es besser machst?
00:08:14: Außerdem wäre es toll gewesen, wenn du ein bisschen mehr drauf eingegangen wärst was genau den ich gefallen hat.
00:08:21: Ja, so was ließ man dann eben in diesem Beiträgen. Frage!
00:08:25: Welcher Wunsch oder welche Reaktion wird auf diese Stellungnahme erwartet? Dass eben diese Person sich deine Worte nochmals zu Herzen nimmt und sich sagt, ja eigentlich hat sie oder er doch recht.
00:08:40: Das war schon sehr gemein von mir.
00:08:42: Ich werde mir das Buch nun doch nochmal vornehmen und es lesen.
00:08:46: Vielleicht ist es ja doch ganz gut und den Kommentar oder die Rezension die nehme ich jetzt sofort raus.
00:08:52: Also ich möchte an dieser Stelle keine Illusion zerstören aber ich wage mal eine freche, aber dann doch fetzige Vermutung – das wird nicht passieren!
00:09:01: Du kannst sicher sein, dass die Person, die du mit dieser Ansprache erreichen möchtest diesen Beitrag auf Insta und Co.
00:09:08: sieht. Denn darauf zielt das Ganze ja ab. Und die Befriedigung wird sich bei diesem Menschen einstellen, dass du dich geärgert hast und diesem Kommentar sehr viel Raum gibst und sogar einen Platz auf deinem Insta-Kanal widmest, an dem eigentlich ein Post zu deinem Roman oder deines Autorenalltags Platz finden sollte.
00:09:30: Und da ist dann doch der Plan voll aufgegangen.
00:09:33: Zugegeben, ob du es zeigst oder nicht zeigst, dass solche Kommentare verletzen – das liegt einfach auf der Hand!
00:09:39: Das ist völlig normale Reaktion.
00:09:41: Die Person weiß natürlich ganz genau, dass der Pfeil sitzt.
00:09:45: Warum auch nicht?
00:09:46: Schließlich hast Du ja viel Zeit und Kreativität und auch viel Herzblut in dein Projekt gesteckt.
00:09:52: Klar schmerzt das, aber ich kann dich oder euch beruhigen. Es wird weniger, mit der Zeit
00:09:58: gelingt es innerhalb von ein paar Minuten, dass die Sonne im Herzen wieder scheint.
00:10:03: Und es ist ja auch so – jeder kann einfach im Internet weiter scrollen, wenn etwas nicht gefällt, den Sender im Fernsehen und im Radio wechseln und hat, wenn wir schon einmal beim Schreiben sind, eine Auswahl aus Millionen von Büchern.
00:10:18: Es gibt tausende Restaurants mit Küchen aus aller Welt und Hotels für jedes Bedürfnis.
00:10:23: Der eine liebt Kreuzfahrten, der andere zieht lieber mit dem Rucksack los und wieder andere liegen dann vielleicht lieber zwei Wochen an irgendeinem Strand.
00:10:32: Es ist alles immer nur ein Angebot aus dem wir wählen können – das sollten wir nur wieder etwas mehr vielleicht auch zu schätzen müssen!
00:10:42: Mei ..., also jetzt redet er wieder super siebengescheit daher dieser Kalpenstein… aber seid doch mal ehrlich, das ist doch wirklich so, oder?
00:10:54: Mein Rat also, wenn du ihn annehmen möchtest ...
00:10:58: Hört sich ja an wie beim Mission: Impossible, oder?
00:11:00: Ihr Auftrag ..., sollten Sie ihn annehmen ...
00:11:02: Fantastisch mei... Ich schweife ja schon wieder ab.
00:11:05: Also mein Rat also wäre: Unrat vorbei schwimmen zu lassen.
00:11:10: Kurz durchschnaufen, aufstehen, die Knie etwas abputzen, Krone richten und weiter geht's mit dem was du so sehr liebst. Dem Schreiben von Geschichten.
00:11:20: Und denkt dir immer eins, du schreibst für dich und deine Leserinnen und Leser, die gerne deine Romane lesen,
00:11:25: und schon sehnsüchtig auf den nächsten Worten!
00:11:29: Doch in erster Linie musst du mit deinem Manuskript glücklich sein. Denn dann geht dein Herz beim Schreiben auf, du hast Spaß und das wird auch deinen Publikum zwischen den Zeilen spüren. Ganz bestimmt.
00:11:41: Ich kenn's natürlich auch selbst von mir, dass man den paar Prozent die mit deiner Arbeit nicht einverstanden sind sehr viel Aufmerksamkeit schenkt.
00:11:49: Weil es natürlich einen Angriff auf die eigene Leidenschaft ist und man immer versucht ist sich dagegen zu wehren.
00:11:56: Doch viel, viel erfüllender ist es, die guten Stimmen zu lesen, denen in meisten Fällen sehr viel mehr sind!
00:12:02: Und stell dir vor was denn passieren würde, wenn du versuchst, diese negativ gestimmten Leserinnen und Lesern zu erreichen?
00:12:10: Zum einen bin ich mir sicher, dass das nicht zu schaffen ist.
00:12:14: Weil viele andere Beweggründe zu diesen Kommentaren führen und nicht unbedingt deine Geschichte.
00:12:20: Zum anderen schreibst du nicht mehr aus dem Bauch heraus – und das wird auch dein positiv gestimmtes Publikum dann letztendlich auch spüren!
00:12:27: Und wenn es ganz schlecht läuft, wirst du beim Schreiben nicht mehr zu dir selbst finden….
00:12:33: Dazu habe ich ein Beispiel aus meiner Jugend.
00:12:35: Ich war während meiner Schulzeit in einem Tennisclub, ich war mittelmäßiger Spieler, hab aber wahnsinnig viel Spaß dabei gehabt und konnte auch gut mit den anderen mithalten.
00:12:46: Ich hab mal ein Match gewonnen dann mal eins verloren.
00:12:49: Mein Aufschlag, der war ganz gut, jedoch die Vorhand nicht perfekt.
00:12:53: Dennoch landete der Ball meist dort, wo ich ihn haben wollte und irgendwann habe es dann in die Mannschaft geschafft,
00:12:59: und bekam Trainer-Stunden.
00:13:01: Mei, da war ich stolz!
00:13:02: Und der Trainer, der hat natürlich sofort erkannt:
00:13:05: Ja was ist jetzt das?
00:13:07: Das geht doch besser!
00:13:09: Also hat er besonderes Augenmerk auf meine Schlägerhaltung gelegt, dass ich weiter vor dem Schlag aushole und so weiter und so fort.
00:13:17: Das hat dann immer mehr zur Folge, dass meine Bälle entweder im Netz oder hinter der Linie auf dem Feld meines Gegners landeten.
00:13:24: Und irgendwann habe ich es auch überhaupt nicht mehr geschafft zu meiner alten Technik zurückzufinden und das Ergebnis war dann leider Gottes, dass sich trotz aller Bemühungen die Lust komplett am Tennis verloren und danach aufgehört habe!
00:13:38: Damit will ich sagen, dass der Drang nach Perfektion oftmals ein Schuss nach hinten sein kann und man auch sehr schnell die Leidenschaft zu etwas verlieren kann.
00:13:48: Klar mit meiner Technik hätte ich es niemals nach Wimbledon geschafft, aber ich hätte mit Spaß weitergemacht und den einen oder anderen Gegner so richtig zum Schwitzen gebracht.
00:14:00: Also bleibe bei dir, verliere die Freude nicht an dem, was du tust und verliere dein Ziel nicht aus den Augen.
00:14:06: Also ganz egal ob du schreibst oder Rennen mit dem Mountainbike fährst oder du zum Pinsel greifst und deine Kreativität auf eine Leinwand zauberst.
00:14:16: Bilder von Pablo Picasso – das sind auch noch das beste Beispiel dafür, oder?
00:14:21: Einer der bedeutendsten Künstler auch wenn die Augen bei manchen Portraits nicht so unbedingt auf einer Linie sind!
00:14:32: Und noch etwas ist mir im letzten halben Jahr auf Social Media aufgefallen.
00:14:36: Es wird unwahrscheinlich mit dem Finger auf andere gezeigt, dabei es völlig egal ob jemand von seiner Reise berichtet, etwas gebastelt hat oder in der Küche steht und etwas Leckeres zubereitet – das Internet, so fühlt sich es zumindest für mich an, immer mehr zum Frustabbau verwendet.
00:14:56: Dazu könnte ich jetzt unzählige Beiträge nennen, da ich natürlich aber nicht möchte, dass ich Kanäle noch mehr in den Fokus rücke die einiges an Shitstorm abbekommen haben,
00:15:07: hier ein abgewandeltes Beispiel. Nehmen wir mal an, ein Vater baut für seine Kinder ein Baumhaus und nimmt uns mit in die Entstehungsphase.
00:15:17: Er zeigt das Material, welchem Plan er gezeichnet hat und welches Werkzeug er benutzt.
00:15:23: Es dauert heute oftmals keine drei Kommentare mehr bevor es losgeht mit Beiträgen wie etwa diesen.
00:15:31: Also ich würde da als Kind ja niemals reingehen.
00:15:34: Ja was für ein hässlicher Garten den er mit dem Baumhaus auch schlimmer macht.
00:15:39: Holz sägen ohne Brille?
00:15:41: Na tolles Vorbild.
00:15:43: Wahrscheinlich hat er gar keine Kinder und macht sich nur wichtig.
00:15:47: Warum bauen denn die Kinder nicht mit?
00:15:49: Wäre doch pädagogisch wertvoll, bevor sie mit dem Handy im Zimmer sitzen!
00:15:52: Hm, dem ist wohl super langweilig.
00:15:55: Und so weiter und sofort.
00:15:57: Ja und weil das nicht reicht meldet sich dann dieser Vater zu Wort und präsentiert diese Kommentare, ärgert sich vor der Kamera und macht sicher Luft und zieht auf in den Kampf.
00:16:10: Und wie so oft zu sehen ist, wird es danach dann noch schlimmer.
00:16:14: Klar!
00:16:14: Es ist ja legitim, diesen dummen Kommentaren Paroli zu bieten, aber ändern wird das mit Sicherheit überhaupt nichts.
00:16:22: Deshalb sollte man sich im Vorfeld im Klaren sein, dass man sich dem Netz der Öffentlichkeit aussetzt und es sind sehr viele da draußen die nur drauf warten etwas zu entdecken über das sie sich lautstark auslassen können. Und man sollte auch abwägen, ob man damit dann auch umgehen kann und auch, ob die Lebenszeit nicht viel zu schade ist, um auf Kommentare wie diese zu reagieren.
00:16:49: Was also tun?
00:16:50: Also ich würde sagen einfach löschen und nicht darauf reagieren!
00:16:54: Wenn es doch zu sehr ans Eingemachte geht, kann man's zur Anzeige bringen.
00:17:00: Man muss sich ja schließlich nicht alles gefallen lassen – mach als ein Bildschirmabgriff und notiere dir wann es gepostet wurde.
00:17:07: Du kannst damit dann zur Polizei gehen oder du wendest dich an hateaid.org.
00:17:13: Die sind dann auf solche Sachen spezialisiert.
00:17:19: Ja, was sagst jetzt du zu diesem Thema?
00:17:22: Oder was bewegt denn Dich?
00:17:23: Schreibe es mir doch gerne an podcast (at) kalpenstein.de.
00:17:27: Ich freue mich und bin gespannt!
00:17:30: Und unter den letzten Zuschriften hat mich unter anderem eine Frage von Kirsten erreicht.
00:17:36: Kirstin möchte wissen ob ich aufs Oktoberfest gehe und wenn ja, ob ich dann auch in ein Fahrgeschäft steige.
00:17:45: Servus liebe Kirsten und vielen Dank für deine Frage!
00:17:47: Ja also da gehen ja gleich schon alle Sinne mit mir durch.
00:17:50: Da rieche ich ja förmlich Zuckerwatte und allerhand anderer süßen Köstlichkeiten wie gebrannte Mandeln, Magenbrot... dann ..., ja dann rieche ich Hendl und Fischsemmeln und es ist einfach herrlich.
00:18:05: Zurück zu deiner Frage.
00:18:07: Also die Wiesn, die ist schon wirklich was Besonderes und ich schaffe es jetzt nicht jedes Jahr auf die Theresienwiese aber wenn ich erst einmal dort bin, ist das jedes Mal sehr schön!
00:18:18: Meine Frau und ich, wir sind ja die Früh-Morgens-Gänger. Es ist total super,wenn die Wiesn erwacht, also vielleicht vorm Käferzelt ein Haferl Kaffee und eine Kleinigkeit auf die Hand, dann weiterschlendern, und die vielen Dirndl und Lederhosen ...
00:18:33: Mei, da habe ich im letzten Jahr eine Frau in einem Interview im Fernsehen gesehen die auf der Wiesn war und sie meinte dass es so toll ist wie alle verkleidet sind.
00:18:43: Also da hab' ich mir dann wirklich gedacht:
00:18:45: Also gute Frau!
00:18:46: Das sind keine Verkleidungen sondern das ist Tracht!
00:18:50: Habe mich schon wieder aufregen müssen.
00:18:51: Furchtbar!
00:18:54: Ja, zur Frage ob ich in ein Fahrgeschäft steige also früher da was wirklich wilder,
00:18:58: da bin ich in jede Achterbahn gestiegen und es konnte nicht schnell genug sein.
00:19:03: Ich hatte jedoch vor vielen Jahren einen ziemlich starken Hörsturz, der mich sehr lange ausgeknockt hatte, und habe dann leider Gottes während der Heilungsphase noch einen zweiten draufbekommen.
00:19:16: Und das war dann sehr ungünstig!
00:19:20: Seitdem geht es mit dem Überschlag und will der Fahrt nicht mehr so gut weil's mir brutal schwindelig und schnell übel wird.
00:19:29: Was noch funktioniert,
00:19:30: wenn es nur im Kreis geht.
00:19:32: Aber schnelle Richtungswechsel, die sind dann einfach nicht mehr drin!
00:19:36: Was aber definitiv sein muss, ist eine gemächliche Fahrt mit der Grand-Dame auf der Wiesen der Krenoline – das Karussell das gibt's schon seit 1924 ... und das ist schon etwas ganz was Besonderes... Da spielt sogar live ein Blaskapelle während der Fahrt.
00:19:53: Für sowas bin ich natürlich immer zu haben.
00:19:58: Kirsten sprach in ihrer Mail noch die Preise auf dem Oktoberfest an, ja also diese sind teilweise sehr happig und man stellt sich dann doch die Frage ob das noch im Verhältnis steht für das was man bekommt.
00:20:11: Und das muss am Ende des Tages natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
00:20:15: Aber in den Bierzelten da ist es schon wirklich sehr teuer.
00:20:18: Aber da sind wir wieder bei dem was ich vorher gesagt habe.
00:20:21: Es ist alles nur ein Angebot und keine Pflichtveranstaltung. Es kostet keinen Eintritt und man kann stundenlang über die Wiesn schlendern und an jeder Ecke gibt es was zu schauen.
00:20:32: Also ich meine, das ist ja auch das größte Volksfest der Welt!
00:20:35: Das ist dann schon etwas... Und bei meiner Frau um mir?
00:20:39: Da ist es wirklich jedes Jahr das gleiche.
00:20:42: Anfang September kommt das Thema Wiesn zum ersten Mal auf.
00:20:45: Dann sind wir uns einig: Ah, heuer setzt man mal aus.
00:20:48: Dann gehen die Tage ins Land und der Termin kommt immer näher!
00:20:53: Dann kommen im Fernsehen oder im Radio die ersten Berichte.
00:20:56: Der Trachten- und Schützenumzug wird live übertragen, und schon werden wir richtig nervös, dann kribbelt schon in den Fingern!
00:21:02: Dann kommt schon das erste Mal von einem von uns beiden:
00:21:06: Und wenn wir doch nach München fahren?
00:21:08: Vielleicht nächsten Samstag gleich früh morgens. Wenn noch nicht so viel los ist. Und irgendwann stehen wir wieder in Tracht auf der Theresienwiese.
00:21:16: Es riecht nach gebrannten Mandeln und die Bierkutschen stehen mit ihren Rössern da, es ist wieder so schee!
00:21:28: Schee war's auch mit dir – es hat wieder richtig Spaß gemacht ein bisschen zu quatschen und ich hoffe wie in jeder Folge dass ich dich auch diesmal wieder deinem Ziel ein Buch zu schreiben etwas näher bringen oder dich zumindest unterhalten konnte.
00:21:43: Höre doch gerne bei einer meiner nächsten Folgen wieder vorbei.
00:21:46: Ich würde mich freuen und wenn du magst, dann abonnier einfach meinen Podcast damit du nichts verpasst!
00:21:51: Und wenn es dir gefallen hat, dann lass mir doch gern ein Daumen hoch da!
00:21:56: Servus und bis bald, seit gut zueinander denn ..., wenn's wir nicht sind, wer dann?
00:22:01: Euer Friedrich!
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