Mach's doch einfach: Dein Buch wartet
Shownotes
Fast jeder träumt davon, ein Buch zu schreiben – aber nur die wenigsten wagen den ersten Schritt. In dieser Folge teile ich mit dir meine persönlichen Erfahrungen und Stolpersteine aus dem Alltag als Autor. Du erfährst, wie du dein Genre findest, warum Trends keine gute Idee sind und wie ein Exposé dir helfen kann, deine Geschichte auf Kurs zu bringen. Mit ehrlichen Einblicken, praktischen Tipps und einer ordentlichen Portion Motivation möchte ich dich ermutigen, deinem Traum vom eigenen Buch näherzukommen. Hör rein und lass dich inspirieren, die leere Seite endlich zu füllen!
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00:00:00: Und wenn ich auf Menschen treffe, die wissen, dass ich Autor bin, dann höre ich wahnsinnig oft den Satz:
00:00:06: Ja, ich habe ja auch schon immer vorgehabt, ein Buch zu schreiben.
00:00:09: Was meinst du, was ich alles sehe und was ich alles erlebt habe?
00:00:13: Aber ich komme ja nicht dazu.
00:00:15: Und ich denke dann immer, aber mach's doch einfach, fang doch einfach irgendwie an.
00:00:43: Hallo und Servus.
00:00:44: Hier ist der Friedrich.
00:00:46: Ich würde sagen, wir duzen uns, oder?
00:00:48: Ich hoffe, dass ich dich bei deinem Traum ein eigenes Buch zu schreiben, hier ein bisserl unterstützen kann.
00:00:58: In diesem Podcast geht es natürlich auch ums Schreiben und ich erzähle dir aus meinem Leben als Autor und ein bisschen darüber hinaus.
00:01:11: An dieser Stelle möchte ich jedoch erwähnen, dass die Tipps, die ich in diesem Podcast gebe, meine Erfahrungen sind, die ich gemacht habe.
00:01:18: Dinge, die bei mir funktionieren oder eben nicht funktioniert haben.
00:01:23: Das kann bei dir natürlich ganz anders sein.
00:01:25: Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel dein Alter, das Genre, in dem du schreibst und natürlich auch deine Persönlichkeit.
00:01:33: Nimm also das, was ich dir hier erzähle, gerne als Hilfestellung oder Anregung und probiere einfach aus, was dir zusagt oder was du dir vorstellen kannst.
00:01:48: Du hast also vor ein Buch zu schreiben.
00:01:52: Da kann ich dich nur beglückwünschen.
00:01:54: Laut verschiedener Umfragen träumt fast jeder Zweite davon ein Buch zu schreiben und natürlich dann auch zu veröffentlichen.
00:02:01: Doch die wenigsten setzen diesen Wunsch auch wirklich um.
00:02:05: Und wenn ich auf Menschen treffe, die wissen, dass ich Autor bin, dann höre ich wahnsinnig oft den Satz.
00:02:10: Ja, ich habe ja auch schon immer vorgehabt, ein Buch zu schreiben.
00:02:14: Was meinst du, was ich alles sehe und was ich alles erlebt habe?
00:02:17: Aber ich komme ja nicht dazu.
00:02:19: Und ich denke dann immer, mach's doch einfach, fang doch einfach irgendwie an.
00:02:24: Und an dieser Stelle trennt sich einfach die Spreu vom Weizen.
00:02:31: Ich selbst bin natürlich auch nicht als Autor auf die Welt gekommen.
00:02:35: Nach meiner Ausbildung zum Zahntechniker war ich auch im Außendienst und habe Dentalprodukte vertrieben und fast sieben Jahre habe ich ausschließlich in meiner Freizeit geschrieben, bevor ich mein großes Hobby zum Beruf machen durfte.
00:02:49: Diejenigen unter euch, die schon einmal geschrieben haben, die wissen sicher, dass es nur schwer möglich ist, dass man in der Mittagspause einfach mal eben rechts ran fährt, um ein, zwei Seiten zu schreiben.
00:02:59: Einen Roman zu schreiben ist ein Prozess, den kann man natürlich nicht einfach so zwischen Tür und Angel erledigen.
00:03:06: Und ja, es ist Fleißarbeit und verschlingt wirklich sehr viel Zeit.
00:03:12: Aber jetzt kommt das große Aber.
00:03:14: Schreiben ist etwas
00:03:16: richtig Tolles.
00:03:16: Es macht mir wahnsinnig viel Spaß.
00:03:19: Es erweitert den Horizont, du begibst dich vielleicht in ferne Galaxien, triffst die große Liebe deines Lebens oder vielleicht löst du auch einen kniffligen Kriminalfall.
00:03:30: Vielleicht rettest du am Ende auch die Menschheit vor bösartigen Außerirdischen.
00:03:36: Und da wären wir jetzt natürlich schon bei der ersten Frage, die du dir vielleicht schon gestellt hast oder gleich stellen wirst.
00:03:42: In welchem Genre will ich schreiben?
00:03:45: Soll es vielleicht ein Provinzkrimi werden oder gar ein Thriller?
00:03:48: Was gibt es noch?
00:03:49: Science Fiction oder ein Liebesroman?
00:03:52: Vielleicht ein historischer Roman oder du gehst in Richtung Fantasy?
00:03:59: Hier auf alle Fälle ein Tipp von mir.
00:04:02: Folge niemals einem Trend.
00:04:04: Von deiner ersten Idee bis zum fertigen Manuskript kann schon mal richtig viel Zeit vergehen und so ein Trend kann dann schon lange erschöpft sein oder er ist komplett vorbei.
00:04:16: Außerdem muss so ein Trend ja auch im besten Fall deinen eigenen Geschmack treffen, damit du auch wirklich authentisch bleiben kannst beim Schreiben.
00:04:24: Und wenn dein Herz für Krimi schlägt, dann hätte es damals wahrscheinlich überhaupt keinen Sinn ergeben auf den Harry-Potter-Zug aufzuspringen.
00:04:33: Ich habe für mich festgestellt, dass es am besten ist, bei dem Thema zu bleiben, das mich selbst wirklich interessiert, dass ich gerne selbst auch lese und bei dem ich meine Fantasie dadurch dann auch so richtig entfalten kann.
00:04:47: Dann erst habe ich das Gefühl gehabt, dass ich Authentisch schreibe, denn eins ist definitiv sicher, das weiß ich heute: Die Leserinnen und Leser da draußen spüren zwischen den Zeilen, ob du deine eigene Geschichte wirklich auch lebst oder ob du sie vielleicht nur geschrieben hast, um einem Trend zu folgen.
00:05:06: Und keine Angst.
00:05:07: Jedes Genre hat seine Fans.
00:05:09: Das wurde mir selbst das erste Mal so richtig klar, als ich auf meiner ersten Buchmesse in Frankfurt eine nicht enden wollende Menschen-Schlange gesehen habe, die zur Autogramm-Stunde eines Fantasy-Autoren anstand, von dem ich bis dato noch nie etwas gehört habe.
00:05:25: Also wer weiß, vielleicht sitzt du ja selbst irgendwann auf der Frankfurter Buchmesse und signierst deine eigenen Bücher für unzählige Fans.
00:05:33: Ich wünsche es dir von ganzem Herzen und stelle mich dann bestimmt auch gerne in die Reihe.
00:05:42: Gehen wir also jetzt davon aus, dass du dein Genre gefunden hast und fest entschlossen bist, ein Buch zu schreiben.
00:05:49: Du sitzt also vor deinem Notebook, hast deine Datei angelegt, starrst auf den blinkenden Cursor und zermarterst dir den Kopf über die eine große Frage: Wie um Himmels willen, fange ich an?
00:06:03: Für die meisten ist das natürlich die absolut größte Hürde zu Beginn des Autorenlebens.
00:06:10: Es gibt wahrscheinlich viel mehr Menschen, deren Stärke es ist, mit Verbesserungskompetenz einen bestehenden Text zu veredeln.
00:06:17: Ich persönlich liebe aber die leere Seite.
00:06:21: Doch niemand sagt, dass du deinen Roman genau an der Stelle beginnen musst, an dem auch später deine Leserinnen und Leser einsteigen werden.
00:06:30: Nehmen wir einfach mal an, du schreibst einen Liebesoman.
00:06:34: Und wie wär's denn, wenn du dann dort mit einer Szene beginnst, in der dein Hauptprotagonist am Ende das Herz seiner großen Liebe erobert?
00:06:44: Oder du beginnst, meinetwegen, auch mittendrin mit einer großen Herzschmerz-Szene, bei der, sagen wir mal, die große Romanze zu scheitern scheint, weil der Ex-Partner plötzlich vor der Tür steht und schwört, dass er damals einen großen Fehler begangen hat, als er nach dem Konzert mit seiner Arbeitskollegin nach Hause gefahren ist.
00:07:07: Aber das natürlich nur gemacht hat, um... die Unterlagen für das Meeting am nächsten Tag zu besprechen.
00:07:14: Naja, also jetzt bist du natürlich im Genre Humor angelangt, aber ich glaub, du verstehst, was ich damit sagen will.
00:07:24: Oder aber du schreibst einen Krimi.
00:07:26: Du könntest mit dem Verhör beginnen, bei dem der Täter seine Tat gesteht, oder du steigst vielleicht auch bei einer spannenden Verfolgungsjagd ein, die in einem fulminanten Showdown endet.
00:07:38: Diese Vorgehensweise kann dir natürlich auch viele Türen für deine Geschichte öffnen und dich vielleicht auf völlig neue Ideen bringen.
00:07:46: Also mir ist es zumindest wahnsinnig oft schon genau so ergangen.
00:07:56: Damit du dich jedoch nicht komplett auf dem Weg von der ersten Seite bis zum großen, Grande Finale nicht verirrst, empfehle ich dir zuallererst mit einem Exposé zu beginnen.
00:08:07: Dabei handele es sich um, hast bestimmt schon mal gehört, eine Zusammenfassung deiner Geschichte.
00:08:13: Bei mir sind das meistens um die fünf Seiten.
00:08:15: Schreibe das Exposé aber auf alle Fälle so, als würdest du fremde Menschen oder einen Verlag von deiner Geschichte überzeugen wollen.
00:08:26: Erwähne vielleicht ein paar Eckdaten, ein paar wichtige Szenen, die wegweißend sind und die schon bis sie so den Klang und die Stimmung deines Romans zeigen.
00:08:38: Und verschiedene Protagonisten sollten natürlich auch drin vorkommen
00:08:42: und wie die vielleicht auch zueinander stehen.
00:08:45: Stell dir einfach vor, du erzählst einem Freund oder einer Freundin einen Film vom Beginn bis zum Schluss auf eine Weise, dass sich diese Person auch wirklich genau vorstellen kann, was du gesehen hast und hinterher natürlich auch weiß, was dieser Film vielleicht für eine Aussage hatte und natürlich auch wie er ausging.
00:09:06: Also mir hilft es bis heute sehr dabei, in der Spur zu bleiben und mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
00:09:11: Außerdem merke ich bereits da schon, welche Figuren und vor allen Dingen wie viele davon ich für meine Roman benötige und kann mir dann so ganz nebenbei schon mal einen Figurenkatalog anlegen, quasi für jeden meiner Protagonisten eine Art Steckbrief, damit ich mir dann auch beim Schreiben die Figur gut vorstellen kann.
00:09:31: Wenn du dann das Exposé noch einmal durchliest, dann wirst du mit Sicherheit auch ganz schnell merken, ob deine Geschichte funktioniert oder an welcher Stelle du vielleicht noch einmal ein bisschen nachjustieren musst.
00:09:43: Und schau, jetzt hast du dein Exposé geschrieben und somit auch die erste große Hürde überwunden.
00:09:50: Und im besten Fall brennst du jetzt nur darauf diese Geschichte, die du auf vier, fünf Seiten zusammengefasst hast bis ins kleinste Detail
00:09:59: erzählen zu wollen, eben dein erster Roman.
00:10:03: Und damit du dich auf dem Weg dorthin nicht komplett verlierst, habe ich in den nächsten Folgen dieses Podcasts noch weitere Tipps für dich, die bei mir wunderbar bis heute funktionieren.
00:10:15: Und vielleicht ist da auch für dich etwas dabei.
00:10:18: Und bevor ich es vergesse, mich haben die ersten Fragen erreicht.
00:10:22: Ich habe dazu aufgerufen, dass man mir jederzeit über podcast@kalpenstein.de
00:10:27: Fragen zu meinem Autorenleben stellen kann und soweit möglich, ich die dann hier natürlich auch beantworten werde.
00:10:33: Und die sind jetzt da.
00:10:35: Und natürlich freue ich mich auch sehr, wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilt und ob der eine oder andere Tipp von mir auch bei dir funktioniert hat.
00:10:48: So, was haben wir denn da?
00:10:49: Die Trixi hat gefragt, ob ich bereits ein nächstes Projekt oder Buch geplant habe außer meiner Prost- oder Salute-Reihe.
00:10:58: Ja, liebe Trixi, in meinem Kopf geistern natürlich wahnsinnig viele Ideen den ganzen Tag herum.
00:11:04: Und damit ich die nicht vergesse, habe ich ein kleines Büchlein.
00:11:09: Ich habe einen Kindle Scribe rumliegen oder zwei Diktiergeräte, auch wo ich immer wieder was drauf spreche, damit ich ja nichts von diesen kleinen Schnipseln in meinem Kopf vergesse.
00:11:19: Aber die Prost- und auch die Salute-Reihe, die füllen komplett momentan meinen Schreiballtag aus, sodass ich überhaupt keinen Raum dazu habe, eine weitere Reihe zu beginnen.
00:11:31: Es macht aber jedoch immer Sinn, sich stets darüber Gedanken zu machen, wie es denn dann weitergehen soll, weil, sind wir ehrlich, es kann natürlich jederzeit auch so eine Reihe zu Ende gehen.
00:11:45: Mein Wunsch ist es natürlich, dass ich die nächsten zehn Jahre noch in Brunngries und am Gardasee meine Ermittler-Teams auf Trapp halten kann, aber das entscheidet natürlich am Ende meine Leserinnen und Leser.
00:11:59: Aber derzeit schaut es für beide Reihen wunderbar aus und das freut mich natürlich unwahrscheinlich.
00:12:06: Also, von mir aus, ich könnte noch ein bisschen.
00:12:09: So, und was haben wir noch, die Sigrid fragt noch unter anderem, hat viele Fragen geschrieben, machen wir eine, ob dieser Podcast auch auf YouTube erscheint.
00:12:21: Nein, vorerst nicht, kann ich dann nur sagen, also ich finde, das macht dann auch wirklich nur Sinn, wenn es ein Videopodcast ist.
00:12:30: Und da muss man sich ja dann auch ordentlich anziehen, die Haare föhnen und die Schreibwerkstatt am Ende aufräumen und deshalb habe ich mich dann doch für einen reinen Audio-Podcast entschieden.
00:12:44: So, weitere Fragen beantworte ich dann im nächsten Podcast.
00:12:48: Schön was, ich hoffe, ich konnte ein bisschen deine Leidenschaft entfachen oder weiter befeuern, ein Buch zu schreiben.
00:12:55: Ich würde mich auf jeden Fall wahnsinnig freuen, wenn du das nächste Mal wieder rein hörst und natürlich auch, wenn du meinen Podcast abonnierst, damit du nichts verpasst.
00:13:06: Servus, bis zum nächsten Mal.
00:13:08: Seid's gut zueinander, weil wenn's wir nicht sind, wer dann?
00:13:11: Euer Friedrich.
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